•  Chidera Onuoha erreicht im Finale den 4.Platz
  •  Schnellster 15-jähriger Sprinter in Deutschland
  •  Dreimal die eigene Bestzeit unterboten.

Bei den Deutschen Jugendmeisterschaften in Ulm hat der THC Brühl Athlet Chidera Onuoha den 4. Platz der U18 erreicht. Mit 10,88 sec im Finale war er der einzige Starter im jüngeren Jahrgang unter den 8 besten Sprintern Deutschlands. Damit ist er der schnellste 15-Jährige in Deutschland, das ist zwar kein Titel, aber ein gutes Gefühl.
Chidera ist als amtierender NRW Meister mit einer Bestzeit von 10,91 sec nach Ulm angereist. Bei den Deutschen Meisterschaften geht es über Vor- und Zwischenlauf ins Finale. Alle drei Läufe an einen Tag. Im Vorlauf kamen nur ersten drei Athleten direkt weiter. Im 6. von 7 Vorläufen wurde der THC Athlet Zweiter mit neuer Bestzeit 10,89 sec. Die erste Hürde war genommen. Der Zwischenlauf wurde ein hartes Rennen, nach nur gut einer Stunde Pause musste Chidera Zweiter werden oder eine der 8 besten Zeiten laufen. Er wurde zeitgleich mit dem Zweiten als Dritter gewertet, in wiederum neuer persönlicher Bestzeit von 10,85 sec. Mit dieser Leistung kam er über die Zeit ins Finale.

 

Das Finale war nichts für schwache Nerven. Chidera wurde per Los die Bahn 1 zugewiesen, eigentlich eine schlechte Bahn für Sprinter. Dann wurde der erste Start zurückgeschossen und alle 8 Finalisten mussten ein zweites Mal in die Blöcke. Der zweite Start gelang. Der THC Sprinter kam zunächst nicht gut ins Rennen, erst in der zweiten Hälfte des Rennens wurde er immer schneller und wurde verdient Vierter im Finale der besten 8. Er war der einzige in seinem Jahrgang, der es überhaupt ins Finale geschafft hat. Er ist damit an einem Tag dreimal unter seiner Bestleistung geblieben.

Eigentlich ist Chidera Onuoha ein ganz normaler Schüler der Elisabeth- von-Thüringen Realschule in Brühl. In Karlsruhe geboren, seine Eltern stammen aus Nigeria und leben schon über 10 Jahre in der Schlossstadt. Er spielt immer noch aktiv Fußball in der Bezirksliga für den SSV Berzdorf. Seine Sprintqualitäten hat sein Lehrer und THC Cheftrainer Benno Eicker entdeckt. Benno Eicker hat in der Vergangenheit schon viele Talente zu nationalen und internationalen Titeln in der Leichtathletik geführt. Diese Kombination aus einem mit ganz viel Talent gesegneten Jugendlichen, einem erfahrenen Trainer, einer sehr verständnisvollen Schule und einem Vereinsmanager Frank Belz, der alles zusammenbrachte, waren in dieser Saison der Schlüssel zum Erfolg.
Für die nächste Saison werden sich alle Beteiligten nach dem verdienten Urlaub weiter beraten, wo die Reise hingeht. Paris 2024 wäre ein schönes Ziel.

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